Zeitreise durch die Musik

Vor ca. 12 Jahren habe ich ein Konzert mit dem Titel Zeitreise durch die Musik in der Villa der Hochschule Harz gespielt. Dieses werde ich am 27.12.2019 im Wernigeröder Weinstübchen wiederholen.

Lieder von Gundermann, Reinhard Mey, den Toten Hosen, Hannes Wader und vielen Anderen werden als Improvisation dargestellt.

Kommt einfach vorbei, der Eintritt ist frei.

Finden werdet ihr das Weinstübchen an dieser Stelle:

https://www.weinstuebchen-wernigerode.de

Hohnekamm und Landmann

Am letzten Wochenende, als das Wetter noch frühlingshaft war, wanderten wir vom Schierker Stern zum Landmann.

Auf einem langweiligem Fahrweg, dem Ackerweg ging es vorbei an der Spinne zum Moorstieg.

Die Wanderung war bis hierhin sehr verhalten. Es wäre besser gewesen, wenn wir zum Schierker Bahnhof gelaufen wären und uns auf dem Weg zum Moorstieg noch den Schierker Feuerstein angesehen hätten.

Aber so hatten wir natürlich Ruhe und Wald pur. Keine weiteren Wanderer waren auf unserem Pfad unterwegs. Bäume spiegelten sich in großen Pfützen.

Harvesterspuren und große Pfützen : Himmelspiegelung

Auf dem Moorstieg machten wir die letzten Höhenmeter unserer Tour. Der Stieg ist immer wieder schön. Bei kleineren Verschnaufpausen genossen wir die Aussicht. Wurmberg und Brocken konnten wir Höhenmeter um Höhenmeter besser Erkennen.

Moorstiegblick

An der Leistenklippe stempelten wir erfolgreich ab und genossen die Aussicht auf Wernigerode, den Wurmberg und natürlich auch auf den Brocken. Bei genauerer Betrachtung der Aussicht, konnten wir die Erdkrümmung ganz ausgezeichnet und klar erkennen.

Erdkrümmung

Unser Weg führte uns über den Hohnekam zum Landmann. Das Prammedenkmal und die sagenumwobene Höllenklippe besuchten wir, leider selbstverständlicher Weise, nicht, da diese beiden lohnenswerten Ziele abseits des Wanderpfades lagen.

Ab Höhe Hölle wurde der Weg zum Landmann ziemlich schwierig. Fast hätte von alpinem Bergsteigen gesprochen werden können. Wir kletterten über umgestürzte Bäume und Klippen. Der Borkenkäfer und die letzten großen Stürme haben hier, an dieser Stelle großartige Arbeit geleistet. Wege und Pfade sind nicht mehr erkennbar. Das war eine traurige Erkenntnis.

Über Stock und Stein zum Landmann

Auf dem Landmann trugen wir uns ins Gipfelbuch ein. Es ist erstaunlich, dass in diesem Klettergebiet, indem die sächsischen Kletterregeln gelten, keine Disziplin bei Eintragungen ins Gipfelbuch herrscht. Dabei weiß doch eigentlich jeder, dass nur bei der Jahreserstbegehung ein Spruch eingetragen werden darf.

Gipfelbuch Landmannklippe


Die Aussicht auf den Brocken war allerdings spektakulär. Leider fehlten grüne Fichten im Revier. Die grünen Fichten wichen leider toter, brauner Kultur. Dürre, Stürme, Borkenkäfer sowie eine hochgradige Monokultur haben unseren schönen Wald verschwinden lassen. Was bleibt ist braun. Die umgekippten Bäume erinnern an einen großen Haufen Streichhölzer, wenn sie aus der Ferne betrachtet werden.

Toter Wald und toll Aussicht. Braun ist halt immer blöd..

Über die Eschwegestraße wanderten wir durch toten Wald und Brachland zu unserem Endpunkt in Drei Annen Hohne. Der Abschnitt des Weges stimmte mich traurig. Hier wird einem das wahre Ausmaß einer Naturkatastrophe auf Raten in Grundzügen bewusst.

Tote Landschaft

Schön ist allerdings, dass durch den Waldschwund ganz neue Klettermöglichkeiten offenbart werden und die Aussicht gen Wernigerode nun erheblich besser geworden ist.

Die Tour:

Wanderkarte

Das iPhone :
-24.314 Schritte
-14,8 km

Die Route :
-Schierker Stern über Ackerweg zur Spinne
-von Spinne zum Moorstieg
-via Moorstiegt zur Leistenklippe
-von der Leistenklippe zum Landmann über Hohnekamm
-vie Treppenstieg und Eschwegestraße nach Drei Annen Hohen

Auto-Stempel 38 – Galgenberg

Der Stempel ist absolut beschwerlich direkt mit dem Auto erreichbar. Wer direkt vor dem Stempelkasten parkt, kann direkt aus dem Auto heraus stempeln. Ein tolle Sache bei schönem Wetter.

Auto-Stempel 38

Die Aussicht vom Galgenberg auf den Brocken und das Umland ist bei schönem Wetter bestimmt wunderbar.  Bei Sturm und Regen war der Brocken heute allerdings nur wolkenverhangen.

Galgenbergsicht

Kurze Anmerkung zum Schluss:

Der Galgen steht nicht mehr…

Vorsperre Hassel

Tja, der heiße Sommer ist nun vorüber und nun ist der schöne Vorherbst da. Die Temperaturen passen wieder und die Bäume lassen ihre Blätter langsam fallen.

Wir starteten in Trautenstein. Es ging an der Rappbode entlang. Die Sonne schien in das grüne Tal und die Rappode schlängelte sich gemächlich dahin.

Unsere Tour führte uns über einen kleinen Teil des Hexenstieges zur Trageburg.

Die Trageburg ist eine ehemalige Schutzburg entlang des Königsstieges oder auch Trockweges. Von der Burg ist nichts mehr erkennbar. Die Aussicht auf die Rappbode ist von dort aus sehr schön.

Weiter ging es zur Hasselbachvorsperre. Der Weg dorthin war recht langweilig, da wir ausschließlich auf Forstwegen unterwegs waren.  Auf dem Weg fuhren außerdem Motorräder und Quads übelst schnell durch den Wald. Das hat total genervt, weil die Teile laut sind und sie das „Naturruheerlebnis“ im negativen fördern.

Die Sperre ist ruhig gelegen und toll. Am Wasser sitzen und chillen oder auf der Staumauer flanieren fetzt. Die Sperre ist definitiv einen Besuch wert.

Der Rückweg führte uns an der Rappbodevorsperre vorbei. Konstruktiv ähnelt die Vorsperre der Vorsperre Hassel. 500m von der Sperre entfernt befindet sich direkt am Forstweg der Aussichtspunkt Rappbodeblick. Von hier kann ein schöner Blick auf die Sperre geworfen werden.

Eigentlich wollten wir nur schnell 3 neue Stempel sammeln und die Sonne genießen. In Summe waren wir 4 Stunden und 30 Minuten unterwegs und wanderten 14,86km.

Die Tour:

Startpunkt: Parkplatz Trautenstein Sägemühlenstraße

Danach den Schildern folgen.

Wenn die Vorsperre Hassel ausgelassen wird, ergibt sich ein schöner Rundweg entlang der Rappbode.

Scharfenstein-Ilsestein

Mit vielen anderen Menschen wanderten wir durch das schöne Ilsetal in Richtung Scharfenstein.  Die Ilse zeigte sich in einer tollen Lichtstimmung, von Ihrer schönsten Seite. Das Licht schien durchs Blattwerk und spiegelte sich in der Ilse wieder.

Die Wilde Ilse

Kurz vor dem Scharfenstein gibt es die Stempelstelle Rangerstation-Scharfenstein. Hier können Ranger beim Ausschank von Bier, Kuchen und Bockwürsten in ihrem natürlichem Lebensraum hautnah, gegen Bezahlung beobachtet werden. Eine tolle Sache, die Bockwurst war lecker.

Das tolle an der Rangerstation ist, dass dort auch die Stempelstelle ist und viele Wanderer ganz offensichtlich dort, in der Kneipe versacken und nicht weiter bis zum Scharfenstein wandern. So kam es, dass wir den Scharfenstein für uns, ganz alleine hatten. Die Aussicht war Mega. Die Sicht auf die Eckertalsperre war klar. Die Talsperre war zum anfassen nah. Der Brocken übrigens auch.  Wir machten viele Bilder und genossen die Ruhe.

Scharfensteinsicht : Eckertalsperre

Über die Herrmansklippe ging’s zur Stempelstelle „Stempels-Buche“.  Den Stempel fanden wir dort. Eine Schutzhütte auch. Nur an Buche fehlte es im Revier. Dafür gab es viele vertrocknete Bäume.

Stempelstelle Stempelsbuche

Über die Bremerhütte ging es zur Plessenburg.

Der Weg vom Scharfenstein zur Plessenburg war an sich ziemlich öde. Es ging über breite Wege und zeitweise über einen kleinen Trail. Spannend wurde es kurz vor der Plessenburg. Dank des Windbruchs und des Borkenkäfer-Einschlags der letzten Jahre bot sich hier eine tolle Aussicht in Richtung Ilsenburg.  Mit gutem Auge konnte das Gipfelkreuz des Ilsesteins erahnt werden.

Mieses Bild – Schlechter Fotograph – Aussicht auf Ilsenburg und den Ilsestein

Auf der Plessenburg aßen und tranken Radfahrer und Wanderer. Diese lungerten auch auf den bereitgestellten Sitzsäcken und Liegen  herum. Jeder genoss die tolle Pfingstsonne. Wir aßen etwas, schossen einige Bilder und taten es dem Rest gleich. Tolle Zeit.

Witziges Kunstwerk vor der Plessenburg

Da sich der Tag langsam dem Ende neigte zogen wir weiter zum Ilsestein. Auf dem Kammweg genossen wir die Sicht ins Tal. An der Raststätte Ilsestein tranken wir noch einen Kaffee, quatschten nett mit den Gastleuten und genossen die tolle Sicht in Richtung Brocken und Ilsenburg.

Ilstestein

Eine lange Wanderung neigte sich zu Früh dem Ende entgegen.

Das iPhone

-24,7kM

-6 Stempelstellen

-34.225 Schritte

Die Tour

-Start Parkplatz irgendwo im Ilsetal

-über Ilsetal und großes Sandtal zum Kruzifix

-vom Kruzifix der Beschilderung folgend zur Rangerstation Scharfenstein

-von der Rangerstation zum Scharfenstein

-Scharfenstein ==> Hermannsklippe

-Hermannsklippe ==> Stempelsbuche

-Stempelsbuche ==> Bremer Hütte

-Bremer Hütte ==> Plessenburg

-Plessenburg ==> Ilsestein

-Ilstestein ==> Parkplatz irgendwo im Ilsetal

Männertag – Die letzte Band der Welt

Wir waren wandern. Wir trafen uns in Ilsenburg. Wir wanderten vom Ilsetal zur Raststätte Ilsestein. Auf dem Weg spielten wir mit Geige, Cajon und Gitarre alle möglichen Lieder, für alle möglichen Leute. Musikwünsche nahmen wir gerne entgegen.

Am Ilsestein hießen uns die Gastgeber willkommen. Wir spielten eine Runde und genossen das tolle Klima. Die Raststätte Ilsestein ist ein Besuch wert.

Ilsestein – Die letzte Band der Welt

Weiter ging es zur Plessenburg. Dort war es ganz OK. Wir wurden von der Blaskapelle gefragt, ob wir nicht auch mal spielen möchten. Das haben wir natürlich gerne getan.

Irgendwann ging es weiter in Richtung Steinerne Renne. Dort trafen wir noch einige andere Musiker. Auf dem Weg gab es dann eine lustige Jam-Session.

Der Weg zog sich zur Steinernen Renne, weil wir immer wieder stoppten und spielten. Das war echt witzig. Die ganze Ost-Rock-Liedliste wurde hoch und runter gespielt. Titel der Toten Hosen fehlten allerdings auch nicht. Wir haben viele tolle Leute getroffen und neue Kontakte geknüpft.

An der Steinernen Renne bekamen wir sofort Spielverbot, obwohl wir nicht einmal einen Ton gespielt haben. Die hatten Angst vor Randalen, wenn wir aufspielen. Was für ein Spaß, da wir auch von den Leuten gefragt wurden, ob wir mal spielen… Na ja, egal. In jedem Fall muss die Renne am Männertag nicht angelaufen werden, wenn Live-Musik gewünscht ist.

Weiter ging es dann nach Elend. In der Waldbadschenke tranken wir noch ein Bier und jammten mit dem Trio-Harzwald aus Braunlage.

Der letzte Zug brachte „Die Letzte Band der Welt“ zurück nach Wernigerode.

Ein schöner Tag ging irgendwann zu schnell dem Ende entgegen.

Tolle Zeit.

Kurz und Krass: Talsperre Zillierbach

Im Harz arbeiten, dort wo andere Urlaub machen ist toll.

Nach einem langen Arbeitstag bei Sonnenschein, am frühen Abend aufs Rad steigen und dann in die Berge fahren ist unbezahlbar.

Die frische Luft und eine tolle Aussicht auf Wernigerode waren die Anstrengungen der Bielsteinchaussee wert. Die Chaussee war länger und steiler als mir meine Erinnerungen an vergangene Wanderungen suggerierten.

Wernigerode

Die Radprofis lachen jetzt sicherlich. Ich musste drei oder vier Mal die Füße auf den Boden stellen, um zu verschnaufen.  Dennoch habe ich irgendwann Drei Annen Hohne erreicht und bin dann gleich weiter zur Talsperre Zillierbach geradelt.

Talsperre Zillierbach

Die Talsperre zeigte sich in der wolkenlosen blauen Stunde. Das Farbspiel war klasse. Bilder können dies leider nicht wirklich wiedergeben.

An der Talsperre war niemand außer mir. Die Ruhe der Natur war unbeschreiblich. Leider wurde es auch langsam dunkel. Deshalb ging es dann auch irgendwann weiter. Noch kurz die Aussicht auf der Sperre genießen, dann ging es zurück nach Wernigerode.

Aussicht von der Staumauer

Die Tour:

Anfang gehts bergauf und zum Schluss schön bergab.

-Start in Wernigerode

-Bielsteinchaussee

-Gasthaus Steinerne Renne

-Drei Annen Hohne

-Talsperre Zillierbach

-Ende in Wernigerode

Wandern im Ilsetal

Auf den Spuren vieler Anderer Menschen starteten wir im Ilsetal. Die Massen bogen in Richtung Ilsestein und wir in Richtung Froschklippen ab. Ab der Abbiegung waren wir komplett alleine.

Wir wanderten an einem kleinen, lauschigen Flußlauf zu den Froschklippen hinauf. Im Wald überkam uns die Farbenvielfalt des Frühlings. Altes Laub auf dem Boden mischte sich mit den grünen Blättern der Baumkronen. Der blaue Himmel rundete alles ab.

Irgendwann erreichten wir die Westerklippe. Von dort hatten wir eine schöne Aussicht auf den Brocken und das Ilsetal.

Unser Weg führte uns weiter zu den Froschfelsen. Das waren zwei kleine Felsen die kein Bild Wert waren. Den Stempel haben wir allerdings mitgenommen.  Der Weg ist schließlich das Ziel.

Nach kurzer Verwirrung wanderten wir weiter zur Taubenklippe. Dort erwartete uns eine schöne Aussicht auf´s Torfhaus und auf Stapelburg. Die Sicht war klar, wolkenlos und nicht diesig. Wir waren komplett alleine. Die Ruhe war grandios.

Aussicht Taubenklippe

Auf dem Weg zurück wanderten wir teilweise durch einen toten Wald. Der Borkenkäfereinschlag ist hier massiv ersichtlich. Monokulturen und Uni-„Kulti“ sind halt nicht gut…

Weiter ging es zur Stempelstelle Kruzifix. Keine Ahnung warum es hier einen Stempel gibt. Eine tolle Aussicht gibt es hier nicht. Genau genommen handelt es sich um eine Kreuzung. Vielleicht ist hier irgendwann etwas Beeindruckendes passiert.

Über das große Sandtal wanderten wir zurück nach Ilsenburg. Es ging entlang der Ilse. Sonne durchflutete das Tal und das Farbspiel von Blätterwerk und Ilse waren einfach nur klasse.

Das iPhone

Der Schrittzähler zeigte am Ende der Wanderung 24.550 Schritte und 16.8km an. Gemächlich bergan ging es nur anfangs. Das war schön.

Die Tour:

Start: Ilsetal Parkplatz

-Abbiegung Zanthierplatz in Richtung Westerklippe

-weiter bis zum Froschfelsen

-Wanderkarte studieren und bis zur Württemberger Bank wandern (Karte ist unbedingt erforderlich, weil die Beschilderung an dieser Stelle unzureichend ist)

-von der Württemberger Bank in Richtung Taubenklippe

-Ab Taubenklippe Rundweg folgen

-Ab Hauptweg weiter in Richtung Eckertalsperre bis zum Kruzifix

-Durch das große Sandtal bis ins Ilsetal

Ende Ilsetal

 

PS: Hier noch ein kleiner Nachtrag, weil die Froschklippen schon im ersten Kommentar vermisst wurden.

Froschklippen

Teufelsmauer

An der Teufelsmauer kann einer der schönsten Stempel des Harzes gesammelt werden.

Am Abend ergibt sich hier eine wunderbare Licht-und Schattenstimmung. Wenn man lang genug bleibt, geht die Sonne hinter dem Brocken unter.


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