Hohnekamm und Landmann

Am letzten Wochenende, als das Wetter noch frühlingshaft war, wanderten wir vom Schierker Stern zum Landmann.

Auf einem langweiligem Fahrweg, dem Ackerweg ging es vorbei an der Spinne zum Moorstieg.

Die Wanderung war bis hierhin sehr verhalten. Es wäre besser gewesen, wenn wir zum Schierker Bahnhof gelaufen wären und uns auf dem Weg zum Moorstieg noch den Schierker Feuerstein angesehen hätten.

Aber so hatten wir natürlich Ruhe und Wald pur. Keine weiteren Wanderer waren auf unserem Pfad unterwegs. Bäume spiegelten sich in großen Pfützen.

Harvesterspuren und große Pfützen : Himmelspiegelung

Auf dem Moorstieg machten wir die letzten Höhenmeter unserer Tour. Der Stieg ist immer wieder schön. Bei kleineren Verschnaufpausen genossen wir die Aussicht. Wurmberg und Brocken konnten wir Höhenmeter um Höhenmeter besser Erkennen.

Moorstiegblick

An der Leistenklippe stempelten wir erfolgreich ab und genossen die Aussicht auf Wernigerode, den Wurmberg und natürlich auch auf den Brocken. Bei genauerer Betrachtung der Aussicht, konnten wir die Erdkrümmung ganz ausgezeichnet und klar erkennen.

Erdkrümmung

Unser Weg führte uns über den Hohnekam zum Landmann. Das Prammedenkmal und die sagenumwobene Höllenklippe besuchten wir, leider selbstverständlicher Weise, nicht, da diese beiden lohnenswerten Ziele abseits des Wanderpfades lagen.

Ab Höhe Hölle wurde der Weg zum Landmann ziemlich schwierig. Fast hätte von alpinem Bergsteigen gesprochen werden können. Wir kletterten über umgestürzte Bäume und Klippen. Der Borkenkäfer und die letzten großen Stürme haben hier, an dieser Stelle großartige Arbeit geleistet. Wege und Pfade sind nicht mehr erkennbar. Das war eine traurige Erkenntnis.

Über Stock und Stein zum Landmann

Auf dem Landmann trugen wir uns ins Gipfelbuch ein. Es ist erstaunlich, dass in diesem Klettergebiet, indem die sächsischen Kletterregeln gelten, keine Disziplin bei Eintragungen ins Gipfelbuch herrscht. Dabei weiß doch eigentlich jeder, dass nur bei der Jahreserstbegehung ein Spruch eingetragen werden darf.

Gipfelbuch Landmannklippe


Die Aussicht auf den Brocken war allerdings spektakulär. Leider fehlten grüne Fichten im Revier. Die grünen Fichten wichen leider toter, brauner Kultur. Dürre, Stürme, Borkenkäfer sowie eine hochgradige Monokultur haben unseren schönen Wald verschwinden lassen. Was bleibt ist braun. Die umgekippten Bäume erinnern an einen großen Haufen Streichhölzer, wenn sie aus der Ferne betrachtet werden.

Toter Wald und toll Aussicht. Braun ist halt immer blöd..

Über die Eschwegestraße wanderten wir durch toten Wald und Brachland zu unserem Endpunkt in Drei Annen Hohne. Der Abschnitt des Weges stimmte mich traurig. Hier wird einem das wahre Ausmaß einer Naturkatastrophe auf Raten in Grundzügen bewusst.

Tote Landschaft

Schön ist allerdings, dass durch den Waldschwund ganz neue Klettermöglichkeiten offenbart werden und die Aussicht gen Wernigerode nun erheblich besser geworden ist.

Die Tour:

Wanderkarte

Das iPhone :
-24.314 Schritte
-14,8 km

Die Route :
-Schierker Stern über Ackerweg zur Spinne
-von Spinne zum Moorstieg
-via Moorstiegt zur Leistenklippe
-von der Leistenklippe zum Landmann über Hohnekamm
-vie Treppenstieg und Eschwegestraße nach Drei Annen Hohen